Wiener Blut, von Johann Strauß

Als ich in Wien das Licht der Welt erblickt,
seitdem meine Lebensuhr nun tickt
im späteren Leben, haben's erzählt,
4,62 kg war ich schwer,
hat die Mama gesagt bitte sehr!

mit 3 Wochen....mit 9 Monate

Die Zeit damals war gar nicht g'sund,
denn es war Krieg in Wien,
das war der Grund!
Die Mama hat für mich alles g'macht,
obwohl es überall hat gekracht.
Ein Trümmerhaufen war das Wien,
zerbombt die Häuser, wo war der Sinn?
Es war bestimmt eine schwere Zeit,
obwohl Mama und Papa jetzt im Himmel sind,
vielleicht lesen sie grad mit,
möcht noch heut bedanken mich!

2 Jahre mit Mutter...

Doch nun kommt die Zeit,
wo ich mich schon erinnern kann,
was man so erlebt hat, dann und wann.
Als Spielplatz hatten wir die kaputten Häuser,
mit 6 Jahren war ich schon ein kleiner Lauser.
Alles was man so fand im Schutthaufen,
wo mal stand ein Haus,
herum gelegene Kriegsrelikte brachte ich so nach Haus.
Man klärte mich immer wieder auf,
sollte es nicht angreifen, kann explodieren,
so schaut's aus!

1Klasse....roter Punkt, das bin ich

Doch nun kommt die Zeit,
Nun kam die Schule, das war heiter,
ein neuer Lebensabschnitt auf meiner Lebensleiter.
Manch Schabernack hab ich gemacht,
die Lehrer haben sich geärgert,
und hab dafür mehr oder weniger Strafen bekommen,
dann wieder rum hab ich mich geärgert,
und dann haben zu guter Letzt, die Lehrer g'lacht.
Mit den Noten war ich keine Leuchte,
dass kann man sagen heute!

7 Jahre...

In der Schule die ersten Erfahrungen gesammelt,
wie die Menschen sind,
obwohl ich war ja noch ein Kind!
Manche Schulnote war zu Recht, manche dagegen ungerecht.
Wie man dem Lehrkörper stand zu Gesicht,
aber darüber zu schreiben,
wer eine eigene Geschicht'.

Da fällt mir eine von vieler Lausbubengeschichten ein,
es war ein Tag mit Sonneschein.
Wir waren zu dritt und hatten Knallfrösche in den Hosentaschen,
wir dachten nach.., was könnten wir damit machen.
Eine Idee befanden wir besonders gut,
und uns zeigte es, wir haben Mut.
Wir legten die Knallfrösche auf die Schienen der Strassenbahn,
so nach einander, eins zwei drei……,
dann warteten wir bis eine Strassenbahn kam vorbei.
Sie fuhr darüber, es blitzte und hat gekracht,
und wir freuten uns darüber und hatten gelacht…!
Der Straßenbahnfahrer hielt vor Schreck sie an,
stieg aus und schaute ganz verdattert,
doch was kam dann?
Er merkte dass wir die Übeltäter gewesen sind,
da nahmen wir unsere Beine g'schwind,
und liefen davon fast schneller als der Wind.
Solch Streiche hatten wir mehr auf Lager,
doch einer genügt denk ich mir,
aus meinen Jugendtagen.

In den Ferien Juli August,
war ich bei meiner Großmutter auf den Land,
da lernte ich so allerhand.
Mit Pferden Kühen um zu gehen, Stall ausmisten,
zwischendurch bauten wir mit Freunden
ein Baumhaus aus alten Kisten!
Lernte Pferdekutschen fahren,
durfte am Sonntag damit in die Kirche fahren.
Lernte Pilze suchen, die genießbar sind,
und noch vieles andere mehr,
bei meiner Großmutter als Ferienkind!

10 Jahre.....roter Punkt bin ich!

In meiner Schulzeit lernte ich viele Freunde kennen,
ob Buben oder Mädchen,
bei einem Teil davon blieben wir bis heute Freunde
und wir uns regelmäßig auch noch sehen,
und die Freundschaft bleibt auch weiter hin bestehen.
Die erste große Liebe,
ach war die wunderschön,
muss ich gesteh'n.

Wieder ein kleiner Lebenssprung,
die Lehrzeit begann mit 14 Jahren
im Maschinenbau und das drum herum,
alles gemeistert ohne Studium.
Da ich 3 mal ein Vorzugs Zeugnis hatte, mit Note Eins,
bezahlte mir mein Chef 3 mal einen kostenlosen Urlaub
von 1 Woche in Österreich, das war wohl fein.

Aus meinem ersten selbstverdienten Geld,
kaufte ich mir eine schwarze Lederjacke,
und eine schwarze lange Lederhose.
Die Zeit der halbstarken wurde sie genannt,
in diesem Aufzug und Gewand!


Mit 16 Jahren ein Moped musste her,
schließlich als junger Bursch, man war ja wer!
Kaum hatte ich das neue Moped, war es auch schon hin,
ein Lastwagen übersah mich, und fuhr mich nieder,
ich spürte durch den Aufprall nichts dabei,
sah nur meinem Lebensfilm in Sekundenschnelle, wir er zog vorbei,
bis ich von der Bewusstlosigkeit erwachte wieder.
Da hatte ich Glück im Unglück,
wie im Märchen "Hans im Glück"
Welch Sorgen die Eltern hatten, ist eine andere Geschicht,
denn 1 Monat später fuhr ich mit Gips Fuß
und neuem Moped wieder in der Gegend rum,
sehe heute noch meine Mutter mit sorgenvollen Blick,
wenn ich denke da zurück!

Die Zeit verging uns allen viel zu langsam,
doch heute im Alter viel zu schnell!
Zur Unterhaltung, hatte ich immer einen guten Draht,
es wurde mir eigentlich nie fad.
So holte man mich zum Theater,
man sagte mir, dass ich Begabung hätte,
so spielte ich in 2 Jahren verschieden Rollen,
mit Erfolg und Applaus,
doch die Einberufung zum Bundesheer kam,
da war das Theater spielen nun aus.

Jedermann.....17 Jahre

Damian beim Militär

Beim Bundesheer lebte man in den Tag hinein,
das Sagen hatten ja die Offiziere,
ob bei Schnee, Regen, oder Sonnenschein.

1962 Bundesheer 19 Jahre



Bergsteigen war auch von mir eine Leidenschaft,
manchen Gipfel hab ich erklommen,
man war den Himmel näher kommen,
die Aussicht war eine Pracht,
Müh und Plag, beim Erklimmen vergessen war,
dass kann wohl nur der versteh'n,
der mal auf einem Bergesgipfel stand,
und die Schönheiten gesehen hat….bis weit hinein ins Land!
Wo Sonne, Schatten, Berges Alpenglühen man geseh'n,
der kann die Leidenschaft auch versteh'n!

Im Jahr 1966 23 Jahre

So ging auch diese Zeit vorbei,
endlich Erwachsen, das war fein.
Mein 1. Auto das war der Hit,
man kurvte durch Wien,
weil billig war der Sprit.
Unbekümmert ging man in den Tag hinein,
da fällt mir grad dazu was ein!
3 Uhr nachmittags, was machen wir?
Rein ins Auto, nach Salzburg auf Kaffee und Torte fahren,
300 km hin,
nach der Jause wieder 300 km zurück,
um 23 Uhr waren wir wieder in Wien!
Jetzt denkt vielleicht jemand die waren verrückt,
wir waren begeistert und darüber fröhlich entzückt!



Die große Liebe war nun da,
man heiratet vor den Traualtar!
Verwandte, Freunde, alle waren da,
und so sind wir nun schon verheiratet viele Jahre.
Es ging mal rauf und mal runter,
Meinungsverschiedenheiten waren auch darunter!
Ein Sohn kam auf die Welt,
manches wurde dann umgestellt.
Eh klar, er war wohl ein liebes Kind,
heute selbst Familie, mit einem ganz lieben Enkelkind!
Aber wenn es drauf ankam, hielten wir zusammen
Und wenn wir heute denken wo ist die Zeit nur hin,
zuerst tröpfchenweise, und nun immer schneller geht's dahin!
In all den Jahren ist wohl oder übel viel gescheh'n,
man kann das Rad des Schicksals,
weder vorwärts noch rückwärts dreh'n.



Hobbys die mir Freude machen,
wohl gleich verschied'ne Sachen.
Zeichnen, malen, aus Holz Figuren schnitzen,
um in meiner Künstlerklause, alle Wände auszunützen.




Dazu die Sammelleidenschaft,
hab verschied'ne Kleinigkeiten schon nach Haus gebracht.
Gedichte schreib ich zu fast jeder Zeit,
um auch nicht zu vergessen die gemeinsame Häuslichkeit.
Und zu guter Letzt noch Seele baumeln lassen,
und zwischendurch gemütlich Rasten,
auf alle Fälle, zu vermeiden ist das hasten!
Von romantisch, bis hin zur heiß glühenden Phantasie,
das ist meine Lebensphilosophie!

Hatte bis jetzt viel Glück im Leben,
wenn zurück man schaut,
aber um nach vorn zu schauen,
100 Jahre könnten es so locker werden, sag ich erbaut!



Lieber Gott und lieber Schutzengel hab Dank,
dass du immer für mich da,
wohl beschützt wenn es auch oftmals brenzlig war,
wenn ich bitten darf, werd ich doch noch 100 Jahr!



Uns so leb ich stets hier in meinem Wien,
fahre auch gerne mal wo anders hin,
aber bekomme immer Heimweh, nach meinem Wien,
in diesem Sinne eine kurze Reprise von euren Franz, aus Wien
© franz-r 2011

Liebes Engelchen,
Danke für Deinen Poet-Award und Dein Gedicht dazu,
wunderbar!
LG. Franz

Lieber Franz,
einen Poet-Award für besondere Leistungen
ich Dir nun überreichen will,
Deine Gedichtchen stehen ja nicht still!
Immer gibt es wohl etwas Neues bei Dir zu sehen,
das muss ich Dir heute wohl gestehen!
Deine Erinnerungen in Poesie und Bildern
hast Du ganz toll beschrieben,
wo ist nur die Zeit geblieben?
Deine Kindheits- und Jugenderinnerungen
hast Du präzise mit Verschen versehen,
als wäre es gestern erst geschehen!
Die Lehrzeit und das Erwachsen werden
kamen nun rasch auf Dich zu,
die Zeit verging dabei im Nu!
Lehrzeit, Moped fahren und Bundesheer,
manchmal hatten es Deine Eltern wohl sehr schwer?
Das 1. Auto war Dein grosser Hit,
wenn auch bald leer war, Dein Sprit!
Man fuhr mit Freunden pausenlos,
bei Dir war immer etwas los!
Die grosse Liebe kam mit grossen Schritten,
flugs wurde vor den Traualtar geschritten.
Dein Sohn kam auf die Welt,
Dein Leben wurde dadurch umgestellt.
Das Familienleben war Dein "Heilig Gut"
und brachte Dir immer wieder neuen Lebensmut.
Zeichnen, Malen und Gedichte schreiben,
mancher würde Dich da wohl beneiden.
Auch die Sammelleidenschaft zu Deinem Hobby geworden ist,
siehst Du, wie vielseitig Du bist?,
Für Deine Erinnerungen in Poesie und Bildern,
möchte ich nun meinen Poet-Award
herzlichst übergeben Dir
mit lieben Grüssen nun von mir.
Meine Hochachtung will ich Dir für dieses Werk ausdrücken,
noch viele Jahre sollst Du uns mit Deiner Dichtkunst beglücken!
© engelchen 2011



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