Ich bin verlassen keiner denkt an mich, die Gebeine liegen hier im Grab und meine Seele die weint bitterlich. Das Grab verwildert, ist mir egal, das Unkraut wächst schon tausendmal. Könntest du mir betend wohl zur Seite stehen und nicht achtlos, an meinem Grab vorüber gehen! Denn wie ich jetzt weiß, hab ich mich im Leben, sehr oft fehlerhaft benommen und somit hab ich die Rechnung präsentiert bekommen! Wenn du für mich zum Herrgott betest, wird er milde walten lassen, hat man mir berichtet. Und so bitt ich dich, erhöre diese Worte, an diesem verlassenen kühlen Ort! So kam ich dieser Bitte nach und fing zu beten an und entzündete zuletzt ein Kerzerl, in der rostigen Laterne an. Bevor ich ging, sagte ich noch, mach es gut, der liebe Gott, möge dir verzeihen und deine Seele, wohl aufnehmen tut. So ging ich meines Weges und dachte wohl daran, wie schnell sich alles ändern kann! So lebe als Mensch auf Erden, wie es sich gehört, mit menschlichen Schwächen, soll so sein, sagte dir, das nicht schon als Kind, dein Mütterlein! © 2003 Ramharter Franz



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