Gedichte für die Mutter!

Zusammengefasst, von verschiedenen Autoren!

Danke, für die Bereitstellung der Gedichte,

Mutterhände

Schau ich mir Deine Hände an,
sie sagen mir sehr viel.
Von schwerer Arbeit rot und hart,
Dein Leben war kein Spiel.

Und legtest Du sie in den schoß
um einmal auszuruhn,
dann fiel Dir ein, es gibt im Haus
noch dies und das zu tun.

So schafften sie tagein, tagaus.
Für sie gab es kein Ende.
Sind nicht gepflegt und auch nicht schön,
doch ich liebe diese Hände

(unbekannter Autor)

 


Der Mutter ....

Meine kleine Kinderhand
leg ich in die Deine,
wenn ich spiel` und fröhlich bin
und auch wenn ich weine.

Meine kleine Kinderhand
ist in dir geborgen.
Wenn mich Deine Hand umschließt
hab ich keine Sorgen.

Mutter, ich vertraue Dir,
führ in diesem Leben
mich dem Ziel, der Ewigkeit,
täglich neu entgegen.

Meine kleine Kinderhand
faltet sich für Dich:
Wie Du täglich sorgst für mich,
sorge Gott für Dich!

(unbekannter Autor)

 

 

Weil heut der Tag der Mutter ist,
bring ich dir einen Strauß.
Komm, suche dir doch noch etwas
von meinem Spielzeug aus.
Ich schenke dir, was dir gefällt,
ist es mir noch so wert:
den Fußball und das Bilderbuch
und selbst mein Schaukelpferd.
Und wenn ich groß gewachsen bin
und Geld verdienen kann,
so kauf ich dir, mein Mütterlein,
das Allerbeste dann.
Ich kaufe dir dann Zuckerzeug
und Brezeln und Konfekt
und freue mich, mein Mütterlein,
wenn es dir herzlich schmeckt.

(unbekannter Autor)

 

 

Mutti, du bist die Allerbeste!
Heut zu deinem besonderen Feste
wünsch ich dir ein langes Leben.
Gott soll dir Gesundheit geben,
mit uns möglichst wenig Plage,
dafür Freude alle Tage.
Hier der schöne Blumenstrauß
bring viel Glück dir in das Haus.

(Alfons Schweiggert)

 

 

Bring Blumen getragen,
kann noch nicht viel sagen,
liebī Mütterchen mein,
du weißtīs ja allein.
Doch küss ich dich herzlich und froh,
nicht wahr, du verstehst mich auch so?

(Autor unbekannt)

 

 

Meine Mutter

Von allen Müttern auf der Welt
ist keine, die mir so gefällt
wie meine Mutter, wenn sie lacht
und wenn sie mir die Tür aufmacht.
Auch wenn sie aus dem Fenster winkt
und mit mir radelt, mit mir singt,
wenn sie auf meinem Bettrand sitzt,
solang es donnert oder blitzt,
und wenn sie sich mit mir versöhnt,
bei einer Krankheit mich verwöhnt -
ja, was sie überhaupt auch tut,
ich mag sie immer, bin ihr gut.
Und hin und wieder wundert's mich,
dass wir uns fanden - sie und ich.

( Rosemarie Neie )

 

 

Weil Du die beste Mutter bist,
schenk' ich Dir Schokolade.
Und wenn Du sie alleine isst,
dann finde ich es schade!

(unbekannter Autor)

 

 


Meine liebe Mutti du,
ich will dir etwas schenken.
Was ich dir sagen will dazu,
das kannst du dir schon denken:

Ich wünsch dir Glück und Fröhlichkeit,
die Sonne soll dir lachen!
So gut ich kann und allezeit
will ich dir Freude machen.

(unbekannter Autor)

 

 


Ich bin noch klein, und sicherlich
kann ich noch längst nicht alles wissen.
Doch dieses weiss ich: Ohne Dich
wär' die Familie aufgeschmissen!
Für alles, was Du tust, hab' Dank!
Bleib' schön gesund! Und werd nicht krank!

(unbekannter Autor)

 

 


 

 

Ich weiß genau, dass ich dich mag
und nicht nur heut am Muttertag.
Denn täglich kommt mir in den Sinn,
dass ich mit dir so glücklich bin.
Du magst mich auch und nimmst mich so
grad wie ich bin, dass macht mich froh.

(unbekannter Autor)

 

 

An meine Mutter

So gern hätt' ich ein schönes Lied gemacht,
Von deiner Liebe, deiner treuen Weise,
Die Gabe, die für andre immer wacht,
Hätt' ich so gern geweckt zu deinem Preise.

Doch wie ich auch gesonnen mehr und mehr,
Und wie ich auch die Reime mochte stellen,
Des Herzens Fluten rollten drüber her,
Zerstörten mir des Liedes zarte Wellen.

So nimm die einfach schlichte Gabe hin,
vom einfach ungeschmückten Wort getragen,
Und meine ganze Seele nimm darin;
Wo man am meisten fühlt, weiß man nicht viel zu sagen.

(Annette von Droste-Hülshoff)

 

 


Du weisst, wie lieb ich Dich von jeher hab':
Du bist die Beste, die es jemals gab!

(unbekannter Autor)

 

 

Mein Wunsch ist kurz, mein Wunsch ist klein,
sollst alle Tage glücklich sein !

(unbekannter Autor)

 


Manche schimpfen lauthals und nach Kräften:
"Muttertag! Der dient nur den Geschäften!"
Aber mir ist - glaub' es mir, Du Gute! -
grade heute ehrlich so zumute:
Was an Dank und Liebe alle Tage
ich für Dich in meinem Herzen trage,
schreib ich heut besonders herzlich hin.
Ja, Du weisst, wie dankbar ich Dir bin!

(unbekannter Autor)

 


Liebe Mutter hör' mich an, was ich für ein Sprüchlein kann.
Hör' mich an was ich dir sage, heut' zum frohen Muttertage.
Mütterlein ich wünsch' dir heut' recht viel Glück und recht viel Freud'
bleib gesund in allen Tagen, das wollte ich dir heute sagen.

(unbekannter Autor)

 

Du weisst, wie herzlich ich Dich mag:
dazu braucht's keinen Muttertag.
Lass' mich trotzdem Dir heute schreiben:
Dank, Liebe werden immer bleiben!

(unbekannter Autor)

 


Hab' Dank du Mutterherz voll Treue,
für all' dein Sorgen Tag und Nacht.
Oh, daß Gesundheit dich erfreue
und über dir der Himmel wacht.

(unbekannter Autor)

 


Ein Blumenstrauß für Mutterliebe
- das ist ein sehr geringer Dank.
Würdest Du mir glauben, wenn ich schriebe,
daß ich Dich liebī mein Leben lang?

(unbekannter Autor)

 

Ich denke heut aus weiter Ferne
am Muttertage zu Dir hin.
Ich danke Dir mit Herz und Sinn
unwandelbar: Ich hab' Dich gerne!

(unbekannter Autor)

 


Deine Liebe kannte niemals Schranken;
ganz unwandelbar ist Deine Treue.
Lass' Dir, beste Mutter, heut' aufs neue
innig und von ganzem Herzen danken!

(unbekannter Autor)

 

Ich seh die andern all
Dir bringen ihre Gaben.
Du mußt auf jeden Fall
von mir auch etwas haben:
Streck aus die Arme weit!
Jetzt werf ich mich hinein.
Mich selbst! Ich bin ja Dein.

(Friedrich Güll)

 


Als ich heute aufgewacht,
habe ich sogleich gedacht,
daß heut der Tag der Mutter ist.
Wehe, wenn man das vergißt!
Doch ich hab es nicht vergessen,
sprech mein Verslein ganz gemessen.
Kurz ist`s, und ich komm zum Schluß:
Mutti, du kriegst einen Kuß!

(Volkstümlich)

 


Mutter, ich grüß dich so hübsch und so fein,
soviel als Rosen im Garten drin sein,
soviel als der Mäher an Gräsern abmäht,
soviel als der Sämann an Körnern aussät.
Soviel als Fische durchs Wasser schießen,
soviel und noch hunderttausendmalmehr will ich dich grüßen

Und wenn die Welt ein Tintenfaß wär`
und der Himmel aus Pergament
und auf jedem Stern ein Schreiberling wär`,
der da schrieb mit Füßen und Händ
und schriebe so fort bis in den Advent:
Meine Treue und Liebe
hätten noch lange kein End`!

(unbekannter Autor)

 

Zum heutigen frohen Feste
wünsch ich von Herzen dir
das Schönste und das Beste
und deine Liebe mir.
Nimm meinen Wunsch
aus reinem Sinn
und treuer Liebe
freundlich hin!

(Volkstümlich)

 


Kurz und bündig, ehrlich klar:
Mutter, Du bist wunderbar!

Liebe Mutter,
Ich wünsch Dir Glück und Fröhlichkeit,
die Sonne soll Dir lachen,
Für heute und in alle Zeit,
will ich dir Freude machen.

Denn Muttertage, das ist wahr,
die sind an allen Tagen,
ich hab' Dich lieb das ganze Jahr,
das wollt ich Dir nur sagen

(unbekannter Autor)

 


Liebe Mutti, ich liebe dich so fest
wie der Baum seine Äst,
wie der Himmel seine Stern
so hab' ich dich gern.

(Eva Rechlin)

 


Liebe, Güte und Verstehen,
dieses schenkst Du Jahr für Jahr.
Darum muss ich heute gestehen:
Du bist einfach wunderbar!

(unbekannter Autor)

 


Liebe, Treue, Güte und Verstehen:
Dieses alles schenkst Du Jahr um Jahr.
Darum sollen heute zu Dir gehen
Dank, Verehrung - ganz unwandelbar.

(unbekannter Autor)

 


 

 

Mutter, schallt es immerfort
und fast ohne Pause.
Mutter hier und Mutter dort
in dem ganzen Hause.
Überall zugleich zu sein,
ist ihr nicht gegeben.
Sonst wohl hätte sie, ich mein,
ein bequemes Leben.
Jedes ruft, und auf der Stell
will sein Recht es kriegen.
Und sie kann doch nicht so schnell
wie die Schwalben fliegen!
Ich fürwahr bewundere sie,
daß sie noch kann lachen.
Was allein hat sie für Müh,
alle satt zu machen!
Kann nicht einen Augenblick
sich zu ruhn erlauben.
Und das hält sie gar für Glück!
Sollte man das glauben?

(Johannes Trojan)

 

Dein Leben war nicht immer leicht,
Du kanntest Mühen und Plagen.
Frau Sorge, die durch die Zimmer schleicht,
sie gab dir manches zu tragen.

Du hattest Kummer, der keinen verschont
in bitteren, trüben Stunden.
Dein Mut, der hat sich immer gelohnt
und stets einen Ausweg gefunden.

Du kämpftest tapfer gegen die Not,
sorgtest, daß jeder sich freue.
Kochtest mit Umsicht das Mittagsbrot,
nähest aus Altem das Neue.

Du gabst jedem Alltag Sonne und Sinn,
schafftest das Schwerste noch.
Eins steckte in all deiner Arbeit drin,
das Wort: Ich schaffe es doch!

Du hast uns alle glücklich gemacht,
lebtest das Leben uns vor.
Du hast immer alles fertiggebracht
mit Liebe, mit Herz und Humor!

(Renèe Christian-Hildebrandt)

 


Der Vati hat zu mir gesagt:
"Am Sonntag, da ist Muttertag!"
Da hab ich erst mal nachgedacht,
was man an Muttertag so macht.
Ich hab' gebastelt und gedichtet
und auch den Kaffeetisch gerichtet.
Doch kann ich das nicht jeden Tag
und wenn ich dich auch noch so mag.
Auch wenn ich dir versprechen tu,
dass ich nun lieb bin immerzu,
dann sei nicht bös', wenn's mal nicht stimmt,
ich bin doch nun mal bloß ein Kind!

(Vera Bruns)

 

Ein langes Gedicht,
das merk' ich mir nicht.
Drum sag' ich nicht mehr
als: Ich liebe dich sehr!

(Volkstümlich)

 

Liebe Mutter, nimm als Gabe
diese bunten Blumen an.
Sie sind alles, was ich habe,
alles, was ich geben kann

(Volkstümlich)

 


Der Orden

Zum heutigen frohen Feste
wünsch ich von Herzen dir,
das Schönste und das Beste
und deine Liebe mir.

Nimm meinen Wunsch aus reinem Sinn
und treuer Liebe freundlich hin!
Du sagtest oftmals "tu dies nie"
und legtest Pflaster auf mein Knie.

Du hast mit mir geweint, gelacht
und mir gleich wieder Mut gemacht.
So ist vergangen Jahr um Jahr,
heute hast du graues Haar.

Dankbarkeit, sie bleibt besteh'n,
auch wenn die Wege weitergeh'n.
Liebe Mutter, nun hab acht,
was ich dir als Geschenk gebracht.

Gewünscht hast du's schon lange dir,
so nimm es freundlich an von mir.
Es mag dir lieb und nützlich sein
und beim Gebrauch gedenke mein.

Du hast Frühstück gemacht
und trotz deiner Sorgen
mit uns gescherzt und gelacht,
so war es schon am Morgen.

Du hast uns pünktlich geweckt
und hättest schlafen können,
du hast uns Geld zugesteckt,
um uns zu verwöhnen.

Nicht nur am Muttertag
woll'n wir daran denken,
wir wollen Tag für Tag
dir uns're Liebe schenken.

Ein Kleinod ist das allerbest',
das pfleg' ich wohl und halt es fest
und halt' es hoch in Ehren,
das ist die Mutterliebe gut,

die gibt mir immer neuen Mut
in allen Lebensschweren.
Und ist dein Herz so freudenleer
und ist dein Aug' so tränenschwer,

blick' in ihr Aug' hinein,
das hat gar lichten, hellen Strahl
und trocknet die Tränen allzumal
wie Frühlingssonnenschein.

So gern hätt' ich ein schönes Lied gemacht
von deiner Liebe, deiner treuen Weise,
die Gabe, die für and're immer wacht,
hätt' ich so gern geweckt zu deinem Preise.

Doch wie ich auch gesonnen mehr und mehr
und wie ich auch die Reime mochte stellen,
des Herzens Fluten wallten darüber her,
zerstörten mir des Liedes zarte Wellen.

So nimm die einfach schlichte Gabe hin,
von einfach ungeschmücktem Wort getragen,
und meine ganze Seele nimm darin,
wo man am meisten fühlt, weiß man nicht viel zu sagen.

Mütter heben hundert Hände, sie sind immer da
und man braucht sie Tag für Tag, selbst in Afrika.
Muss ich mal zum Zahnarzt gehen,
geht die Mutti mit,

möchte ich den Zirkus sehen,
erfüllt sie meine Bitt'!
Bin ich krank, misst sie mein Fieber,
streichelt mir das Haar,

hab ich Mutti darum lieber
als im letzten Jahr?
Sie verzeiht mir meine Streiche lächelnd und ich weiß,
gäb's für Mütter einen Orden, kriegte sie den 1. Preis!

(unbekannter Autor)

 


Meine Mutter

Von allen Müttern auf der Welt
ist keine, die mir so gefällt
wie meine Mutter, wenn sie lacht,
mich ansieht oder gar nichts macht.
Auch wenn sie aus dem Fenster winkt
und mit mir rodelt, mit mir singt
und nachts in Ruhe bei mir sitzt,
wenn's draußen wettert, donnert, blitzt
und wenn sie sich mit mir versöhnt
und wenn ich krank bin mich verwöhnt -
ja, was sie überhaupt auch tut,
ich mag sie immer, bin ihr gut.
Und hin und wieder wundert's mich,
dass wir uns fanden - sie und ich.

(von Rosemarie Neie)

 

 

Mutterherz mein Paradies

Wo meine Wiege stand, ich liebte sie so gern,
denke ich sehnsuchtsvoll zurück, bin ich in weiter Fern'.
Wie ist die schöne Jugendzeit im Leben doch so süß,
du liebes, gutes Mutterherz, du bist mein Paradies!
Die Mutter schützte mich vor Leid vor Ungemach und Not,
sie reichte mir mit Freuden hin das letzte Stückchen Brot.
Sie lehrte mich wie im Gebet den lieben Gott ich grüß:
Du liebes, gutes Mutterherz, du bist mein Paradies!

(unbekannter Autor)

 


Wenn deine Mutter alt geworden

Wenn deine Mutter alt geworden,
und älter du geworden bist,
wenn ihr, was früher leicht und mühlos,
nunmehr zur Last geworden ist,
wenn ihre lieben, treuen Augen,
nicht mehr wie einst ins Leben seh'n,
wenn ihre Füße, kraftgebrochen,
sie nicht mehr tragen woll'n mein Geh'n,
dann reich ihr deinen Arm zur Stütze,
geleite sie mit froher Lust,
die Stunde kommt, da du sie weinend
zum letzten Gang begleiten musst.
Und fragt sie dich, so gib ihr Antwort,
und fragt sie wieder, - sprich auch du,
und fragt sie nochmals, - steh' ihr Rede,
nicht ungestüm, ..... in sanfter Ruh!
Und kann sie dich nicht recht verstehen,
erklär ihr alles frohbewegt,
die Stunde kommt, die bitt're Stunde,
da dich ihr Mund nach nichts mehr frägt.

(unbekannter Autor)

 


Deine Mutter

Liebe, treue Mutterliebe,
edler Schatz in dieser Welt,
die mit sanftem, heil'gen Triebe
bis zum Tod die Treue hält,
die das Kind so zärtlich liebt,
dass sie gerne alles gibt.

Liebe, die für dich noch betet,
wenn du gingst auf breiter Bahn,
wo die Sünde dich gekettet
mit Betrug und eitlem Wahn;
ob sie auch in Trauer weint,
immer hat sie's gut gemeint.

Liebe, die dich nie verlassen,
ob dich auch die Welt verstieß,
mochten alle dich auch hassen,
deine Mutter dich nie ließ,
bis ihr Herz für immer bricht,
lässt dich deine Mutter nicht.

Mutterliebe, die im Sterben
noch dem Kinde zugewandt,
wenn die Wangen sich entfärben,
fasst dich noch die matte Hand,
lächelt dir den Abschiedsgruß
und empfängt den letzten Kuss.

(unbekannter Autor)

 

Das erste Gebet

O Mutter, lehr' dein Kindlein beten,
selbst wenn es noch kein Wort versteht;
komm still mit ihm vor Gott getreten,
wo seine Gnade euch umweht.

Dann steigen Engel auf und nieder,
das Bettchen wird zum Dankaltar,
im Herzen klingen süße Lieder,
die dringen bis zum Himmel gar.

O Mutter, lehr' dein Kindlein beten,
vergiss doch nie die heil'ge Pflicht.
Denn in des Lebens Angst und Nöten
ist das ein Anker, der nie bricht.

(unbekannter Autor)

 

Es ist ein Name her und groß

Es ist ein Name her und groß,
er ist für mich das schönste Los.
Es ist der Name Mutter.
Wenn schwer das Herze, müd der Gang,
wenn meine Seele matt und bang,
wenn aus dem Aug' die Träne rinnt ...
die Mutter, sie versteht ihr Kind.
Sie tröstet sanft, sie stillt den Schmerz;
und froh und leicht wird nun das Herz.
Nur einer kann noch trösten mehr:
Es ist der gute, treue Herr,
der rechte Tröster: Jesus.

Doch wenn die Freude mich durchglüht,
das Mutterauge froh es sieht
und teilt mit mir die Wonne.
Sie freut sich, wenn mein Herze singt,
sie jubelt, wenn das Werk gelingt.
Und bietet mir des Lebens Glück,
so wiederstrahlt es auch ihr Blick.
Ja, alles was mein Herz bewegt,
die treue Mutter mit mir trägt.
Nur einer fühlt mit mir noch mehr:
Es ist der gute, treue Herr,
mein bester Freund, mein Jesus.

Und bricht das letzte Stündlein an
auf meiner Mutter Lebensbahn,
muss ich das Beste lassen ...
O tiefes Leid, o großer Schmerz!
Der Kummer bricht mir fast das Herz.
Die Mutter lässt mich ganz allein.
Doch nein ... ich muss nicht einsam sein.
Ein Vaterherz schlägt für mich treu;
und jeden Morgen gibt er neu
mir Gnad' und Trost aus Himmelshöhn.
Ich spüre seines Geistes Weh'n.
Er ist's, der mich noch liebet mehr,
mein guter Vater, Gott der Herr,
und du mein Heil, mein Jesus.

(unbekannter Autor)

 

Mutter sein

Mutter sein, - das heißt vor allen Dingen
verzichten können und Opfer bringen,
Sorgen müssen in Stunden und Tagen,
Antwort geben auf tausend Fragen.

Mutter sein, - das heißt lieben können
und wie ein Licht für andere brennen,
wie eine Flamme sich selber verzehren,
die Not von anderen Türen wehren.

Mutter sein, - das heißt Gott vertrauen,
heißt immer voll Hoffnung zum Himmel schauen,
in bangen Nächten, in lauten Tagen
für andere beten und nicht verzagen.

Der treuen Frau, die ihr ganzes Leben
als eine Mutter dahingegeben
sei darum gedankt aus Herzensgrunde
an diesem Tag und zu dieser Stunde.

Möge der Segen des Herrn sie geleiten
durch alle Stürme, zu allen Zeiten;
möge die Kraft und die Weisheit von oben,
ihr Gnade geben den Herrn zu loben.

(unbekannter Autor)

 


Ich werd' sie droben seh'n!

Ich denk' an meine Jugendzeit zurück mit tiefem Schmerz,
weil ich der Mutter nicht gefolgt und oft betrübt ihr Herz.
Und nun sie in dem Himmel ist, wie fließt so manche Trän',
sagt Engel ihr, ich werd' sie droben wiederseh'n.

Ich werd' sie droben seh'n als Antwort auf ihr Fleh'n!
O Engel, tragt ihr diese Botschaft hin!
Ich werd' sie droben seh'n, dort in den Himmelshöh'n,
wo ich bei meiner lieben Mutter bin.

Wenn eigensinnig oft ich war, blieb sie doch treu und gut.
Geduldig sanft und liebevoll, wie trotzig auch mein Blut.
Des Kindes Kummer konnte sie, stets froh bereit, verstehen.
Sagt Engel ihr, ich werd' sie droben wiedersehen.

Als ich verließ das traute Dach und stürmte wild davon,
da brach ihr Herz in Klagen fast um den verlorenen Sohn.
Und Tag und Nacht zu Gott empor stieg auf ihr heißes Fleh'n,
sagt Engel ihr, ich werd' sie droben wiederseh'n.

Da lief bei mir die Kunde ein, komm heim und säume nicht,
ihr einmal noch ins Aug' zu seh'n, eh es für immer bricht.
Und ich versprach, eh sie verschied, auch himmelan zu geh'n,
sagt Engel ihr, ich werd' sie droben wiederseh'n.

(unbekannter Autor)


Das Gebet der Mutter

Eine Mutter fleht heiß unter Tränen
für den Sohn der ferne von Gott.
Einsam bringt sie vor Jesu ihr Sehnen,
einsam klagt sie dem Heiland die Not.
O mein Gott, bringe mir doch den Verlornen zurück,
o mein Gott, rette doch, rette, o Herr, meinen Sohn.

O der Sohn im bunten Getümmel
unter Freunden, die weltlich wie er,
fragt nicht mehr nach Heiland und Himmel;
doch die Mutter sie bittet noch mehr.
O mein Gott, bringe mir doch den Verlornen zurück,
o mein Gott, rette doch, rette, o Herr, meinen Sohn.

Sieh, da treten ins Wirtshaus die Boten,
welche Jesus ihr Heiland gesandt,
und sie bitten, o lass dich doch retten,
kehr doch um nach dem himmlischen Land.
Komm o komm, höre die Botschaft die Jesus dir beut,
komm o komm, herrliche Botschaft, dass Jesus vergibt.

Und der himmlische Klang sang so helle
in das Herz des Verirrten hinein.
Und er fühlt sich bestürzt auf der Stelle
wie verloren und sündig, unrein.
Komm o komm, höre die Botschaft die Jesus dir beut.
Komm o komm, herrliche Botschaft, dass Jesus vergibt.

Doch er fürchtet den Spott seiner Brüder
und verbirgt tief im Herzen die Not,
wirft sich in die Lustbarkeit wieder;
doch die Mutter sie betet zu Gott.
O mein Gott, bringe mir doch den Verlornen zurück,
o mein Gott, rette doch, rette, o Herr, meinen Sohn.

Nach und nach verstummte die Stimme,
welche scherzte und lachte und schrie,
weil der Mutter betende Stimme
klang viel heller und lauter als sie.
O mein Gott, bringe mir doch den Verlornen zurück,
o mein Gott, rette doch, rette, o Herr, meinen Sohn.

Endlich brach des Sohn's Widerstreben,
und er beugte vor Jesu sich hin.
Kraft von oben und himmlisches Leben
findet er bei dem gnädigen Gott.
Schöner Tag, Mutter, dein Beten ist jetzt erhört.
Schöner Tag, Mutter, dein Bitten ist jetzt gewährt.

(unbekannter Autor)

 

MUTTERTAG
Das Beste in mir, ich hab's von ihr!
(Peter Rosegger )

 


Liebe Mutter!

Kein Vogel sitzt in Flaum und Moos
in seinem Nest so warm:
als ich auf meiner Mutter Schoß,
auf meiner Mutter Arm.
Und tut mir weh mein Kopf und Fuß,
vergeht mir aller Schmerz:
gibt mir die Mutter einen Kuss
und drückt mich an ihr Herz.

(Friedrich Güll)

 

An meine Mutter

So gern hätt ich ein schönes Lied gemacht
von deiner Liebe, deiner treuen Weise;
die Gabe, die für andre immer wacht,
hätt ich so gern geweckt zu deinem Preise.
Doch wie ich auch gesonnen mehr und mehr,
und wie ich auch die Reime mochte stellen,
des Herzens Fluten wallten darüber her,
zerstörten mir des Liedes zarte Wellen.
So nimm die einfach schlichte Gabe hin,
von einfach ungeschmücktem Wort getragen,
und meine ganze Seele nimm darin:
Wo man am meisten fühlt,
weiß man nicht viel zu sagen.

(Annette von Droste-Hülshoff)

 


Nun ist der liebe Mai im Land

Nun ist der liebe Mai im Land,
mit Blumen zog er ein,
und diese Blumen, die ich fand,
bring' ich dir, Mütterlein!
Das Blümchen braucht den Sonnenschein,
sonst geht es bald zugrund',
und ich, ich brauch' mein Mütterlein:
Gott halte dich gesund!
So wie das Blümlein dankbar ist
für jeden Sonnenstrahl,
so dankt dir für die Lieb' dein Kind:
Gott lohn' dir's tausendmal!

(unbekannter Autor)

 

Für Mutter...

"Mutter hat immer nur Arbeit und Plag',
kennt keine Ruhe bei Nacht und bei Tag.
Heut' ging sie fort ! Darum helft alle drei:
Heut' kochen wir für die Mutter den Brei!"
Milch nimmt der Walter, das Mehl rührt er an.
Dann kommt der Zucker und Zimt noch dran;
Pfeffer, ein bisschen, ein klein wenig Salz,
Muskat und Senf und ein Löffelchen Schmalz.
Essig ein Spritzerchen muss noch hinein
Kakaopulver schmeckt herrlich und fein.
Nun wird gerührt und der Brei gekocht.
"Horcht! Hat's nicht g'rad an der Türe gepocht?"
"Komm, liebe Mutter, der Tisch ist gedeckt!
Ja, du wirst staunen, wie gut es dir schmeckt,
und was du für tüchtige Köchinnen hast;
heut' bist du bei uns Kindern zu Gast."
Mutter probiert und beinah wird ihr schlecht.
"Fehlt was am Brei? Ist etwas nicht recht?"
Da lacht die Mutter, spricht mahnend dabei:
"Ja, viele Köche verderben den Brei!"

(unbekannter Autor)


Heut zu deinem Feste
wünsch' ich dir das Allerbeste.
Glück, Gesundheit, langes Leben
mög' der liebe Gott dir geben!

(unbekannter Autor)

 

Zum heutigen frohen Feste
wünsch ich von Herzen dir
das Schönste und das Beste
und deine Liebe mir.

(unbekannter Autor)


Liebe Mutti!
Liebe Mutti, hör mal zu,
niemand ist so lieb wie du.
Und nun geb ich dir zum Schluss
einen zuckersüßen Kuss.

(unbekannter Autor)


An meine Mutter

Ach, wär ich ein Vöglein,
ich wüsst, was ich tät:
Ich lernte mir Lieder
von morgens bis spät.
Dann setzt ich mich dort,
wo lieb Mütterlein wär,
und säng ihr die Lieder
der Reihe nach her.

Und wär ich ein Schäflein,
das hätt' ich im Sinn:
Ich gäb alle Wolle
dem Mütterlein hin.
Die spinnt dann die Wolle
und strickt sicherlich
zwei Dutzend Paar Strümpfe
für sich und für mich.

Und wär ich ein Fischlein,
ich wüsst, was da wär:
Ich tauchte zum Grunde
tief unten ins Meer,
holt Perlen und Muscheln.
Ihr glaubt, nur für mich?
Der Mutter die Perlen,
die Muscheln für mich.

Doch mancherlei möchte ich
denn doch wohl nicht sein:
Nicht Apfel, noch Kirschen,
nicht Wasser, noch Wein.
Denn äße man mich
oder tränke mich aus,
dann hätt meine Mutter
kein Kind mehr im Haus.

(Robert Reinick)

 


Mutter hat nun ihre Sorgen...

Vater geht schon früh am Morgen,
wie gewohnt, zur Arbeit fort.
Mutter hat nun ihre Sorgen,
darum folge ihr aufs Wort!
Sie muss kochen, waschen, flicken,
nähen, putzen, für dich stricken:
ihre nimmermüden Hände
schaffen emsig ohne Ende.


Ich danke dir!

Lieb Mütterlein, ich danke dir,
du bist ja stets so gut zu mir.
Ein Sträußchen hab' ich dir gebracht
und hoff', dass es dir Freude macht.
Leg' ein Versprechen mit hinein:
Ich will auch immer artig sein!

(unbekannter Autor)

 

Muttertag
Liebe Mutter glaube mir
was ich dir nun sage:
Habe dich von Herzen lieb
heut und alle Tage.

(unbekannter Autor)

 

Mein Mütterlein

Ich hab doch nichts so lieb
wie dich, mein Mütterlein,
es müsste denn der liebe Gott
im Himmel droben sein.
Den lieb ich, weil er dich mir gab
und weil er mir erhält
das allerbeste Mütterlein
auf weiter, weiter Welt.

(Julius Sturm)

 


Mein Sträußlein und dies Gedicht:
"Ich hab dich lieb!"
Mehr weiß ich nicht.
Die Lieb ist groß,
die Gab' ist klein,
musst halt damit
zufrieden sein!
Ein Blümchen,
ein Wünschlein,
ein froher Gruß;
zum heutigen Tag
und ein inniger Kuss!

(unbekannter Autor)

 


MUTTERTAG steht im Kalender.
Fragend schaue ich sie an -
die Zeit - Januar bis Dezember.
Die Antwort liegt hier außer Plan:

Ein jeder Tag all dieser Jahre
dort, wo ein Kind die Mutter spürt
ist DAS Geschenk, das Wunderbare:
die Zeit ist niemals minimiert.
Ein Tag, der Mutter zum Gedenken
gilt als Symbol - doch es beschert
dem Mutterherz nur dann Bedenken
wird sonst die Nähe oft verwehrt.

Ein Kind, erwachsen, groß geworden,
steht selbst im Leben für sich ein.
Doch Mutter macht sich immer Sorgen.
Ihr Kind bleibt ewig für sie klein.

Sie sehnt sich oft nach diesen Jahren,
wo es zu jeder Tageszeit
sie brauchte, weil es unerfahren.
Und dann vergleicht sie: Gestern/Heut!

Sieht voller Stolz ihr Werk vollendet.
Sieht, was daraus geworden ist.
Sieht, wie das Blatt sich stetig wendet.
Weiß, was sie fühlt und nie vermisst:

Den Herzsprung zwischen früher/später.
Das Jetzt und auch die Zwischenzeit.
Sie weiß, dass keine Kilometer
dies trennen und spürt, was sie freut:
Dann, wenn sie merkt, nichts war vergeblich.
Dann, wenn sie spürt, es ist ein Glück.
Ihr Nachwuchs bleibt, so nah wie möglich.
Und gibt, was sie verschenkt, zurück!

(unbekannter Autor)

 

"Weil Gott nicht überall sein konnte, schuf er die Mutter"
(Arabisches Sprichwort)

Wenn Du noch eine Mutter hast, so danke Gott und sei zufrieden
(F.W.Kaulisch)


Ich bin so weit von dir und kann dir gar nichts schenken.
Doch heut am Muttertag gilt dir mein frei Gedenken.
Mein ganzes Herz nimm hin zum heutigen Tag.
Meine Lehren und mein Denken
Will ich gerne dir schenken.
Dazu soll dich die Liebe der Kinder umgeben.
Möge Gott dir geben ein gesundes und langes Leben.
Der Tag kommt, dann werd auch ich wieder bei dir sein,
Wie wollen wir alle dann glücklich und selig sein.

(unbekannter Autor)

 

Der Muttertag is so a G'schicht,
wenn man die Mutter ehrt, nicht's dageg'n spricht.
Man schenkt Ihr Blumen, man führt sie aus,
man verwöhnt sie und bringt abends sie wieder nach Haus.
Wenn das alles ist, dann tut mir diese Mutter leid,
die restlichen 364 Tage im Jahr, hat für sie fast niemand Zeit.
Arme Mutter kann man da nur sagen,
sie wird sich freuen? und wird nicht klagen!
Liebe Leute, von der Geburt bis hin zum Erwachsen sein,
war stet's die Muter da für dich allein.
Die vielen kleinen und großen Sorgen,
Probleme lösen von heut auf morgen.
Beim ersten Muttertagsgedicht,
dass man seiner Mutter hat aufgesagt
alles erdenkliche Gute man versprochen hat.

(unbekannter Verfasser)


LIEBE MUTTER !

Im Herzen jung, im Alter weise,
manch guten Rat,
gabst Du mir leise.
Von klein auf pflegten mich deine Hände
gabst mir Trost und Liebe ohne Ende,
mit großen und mit kleinen Sorgen,
ging ich hin zu dir schon am Morgen,
du hattest immer ein offenes Ohr,
last mir Geschichten vor,
gabst mir Kraft und Mut,
Deine Nähe tut mir gut.
Oft hast Du geholfen mir.
Darum liebe Mutter dank ich Dir;
für all die Dinge und all die Fragen,
für die Mühe und all das Plagen.

(unbekannter Autor)

 

Zum Muttertag

Welch Glück auf Erden muß man haben,
eine Mama so wie Dich,
andere würden sich drum schlagen,
doch die Auswahl viel auf mich.
Ob in guten oder schlechten Zeiten,
Dein Herz schlug immer nur für mich,
ein schönes Leben wolltest Du mir bereiten,
dafür Mama liebe ich Dich.
Ein Mensch wie Du so wunderbar,
nie hattest Du es leicht,
trotz all der Sorgen warst Du immer für mich da,
für mich Dein Anblick einem Engel gleicht.
Wie kann ich Dir jemals dafür danken,
was Du alles hast für mich getan,
laßī uns bitte niemals zanken,
denn die Liebe steht bei uns obenan.
Viel Sorge hatte ich um Dich,
Tränen hab ich um Dich vergossen,
mein Herz das schlägt allein für Dich,
jede Minute mit Dir habe ich genossen.
Könnte ich - so würde ich Dir,
den Himmel auf Erden schenken,
Du bist für mich, so glaube mir,
das Liebste und nichts anderes darfst Du jemals denken.
Ich danke Dir von ganzem Herzen,
für all die Liebe, die Wärme - für mich,
mein kleines Herz würde zerbrechen vor Schmerzen,
müsste ich leben ohne Dich ...
Mama ... ich liebe Dich!!!

(unbekannter Autor)

 

Du, Mama, sorgst mit mütterlicher Liebe
tagtäglich für unser frohes Kinderglück.
Darum herrscht bei uns so stiller Friede,
nur selten stören Streit und finstrer Blick.
Darum wollen wir dich heut beschenken
unsre ganze Liebe auf dich lenken!
Freudig komme ich und habe
dich furchtbar lieb, du Mutter mein.
Gerne bringe ich dir eine Gabe,
sie soll Beweis meiner Liebe sein!
Sicher weiß ich, daß dein Leben
von Gottes Engeln treu bewacht.
Denn all dein Leben, all dein Streben
hast du deiner Familie treu vermacht.
Gleich dem Frühling lache dir das Leben,
dir sollen nur Freud und Blumen blühn.
Ein ewig blauer Himmel möge dich umgeben
und keine düstren Wolken deine Stirn umziehn!

(unbekannter Autor)

 


Liebe Mutti,
ich liebe dich so fest
wie der Baum seine Äst,
wie der Himmel seine Stern
so hab' ich dich gern.

Kein Vöglein sitzt im Nest aus Moos
so unendlich sicher und schön warm
als ich auf meiner Mutter Schoß
und in meiner Mutter Arm.
Und wenn mir wehtun Kopf und Fuß
vergeht sofort ein jeder Schmerz,
gibst du mir einen dicken Kuß
und drückst mich an dein Herz.
Nur der Himmel kann belohnen,
was unsre liebe Mutter wert.
Daß er dir viele frohe Tage voll Glück
und Sonnenschein beschert,
erbitten wir aus vollem Herzen.
Und daß du ohne Schmerzen
noch lang der Mittelpunkt
in unserm Leben bist!

(unbekannter Autor)

 


Wo meine Wiege stand, da weil ich immer, ach, so gern;
ich denke sehnsuchtsvoll zurück,
bin ich in weiter Fern'.
Wie ist die schöne Jugendzeit
im Leben doch so süß:
Du liebes, gutes Mutterherz,
du bist mein Paradies!
Die Mutter schützte mich vor Leid,
vor Ungemach und Not,
sie reichte mir mit Freuden hin
das letzte Stückchen Brot.
Sie lehrte mich wie im Gebet
den lieben Gott ich grüß:
Du liebes, gutes Mutterherz,
du bist mein Paradies!

(unbekannter Autor)

 

 

 

So gern hätt' ich ein schönes Lied gemacht
von deiner Liebe, deiner treuen Weise,
die Gabe, die für andre immer wacht
hätt' ich so gern geweckt zu deinem Preise.
Doch wie ich auch gesonnen mehr und mehr
und wie ich auch die Reime mochte stellen.
Des Herzens Fluten wallten drüber her,
zerstören mir des Liedes zarte Wellen.
So nimm die einfach schlichte Gabe hin,
von einfach ungeschmücktem Wort getragen,
und meine ganze Seele nimm darin.
Wo man am meisten fühlt,
weiß man nicht viel zu sagen!

(Annette von Droste-Hülshoff)

 

 

 

 


Ich bin meiner Mutter einzig Kind,
und weil die andern ausgeblieben sind,
- was weiß ich wieviel, die sechs bis sieben -
ist eben alles an mir hängen blieben:
Ich hab' müssen die Liebe, die Treue, die Güte
für ein halbes Dutzend allein aufessen;
ich will's mein Lebtag nicht vergessen!
Es hätte mir aber auch wohl mögen frommen,
hätt' ich nur auch Schläge für sechs bekommen.

(Eduard Mörike)

 

 

Wir wären nie gewaschen
und meistens nicht gekämmt,
die Strümpfe hätten Löcher,
und schmutzig war das Hemd,
wir äßen Fisch mit Honig
und Blumenkohl mit Zimt,
wenn du nicht täglich sorgtest,
daß alles klappt und stimmt.
Wir hätten nasse Füße
und Zähne schwarz wie Ruß
und bis zu beiden Ohren
die Haut voll Pflaumenmus,
wir könnten auch nicht schlafen,
wenn du nicht nochmal kämst
und uns, bevor wir träumen,
in deine Arme nähmst.
Und trotzdem! Sind wir alle
auch manchmal eine Last:
Was wärst du ohne Kinder?
Sei froh, daß du uns hast.

(Eva Rechlin)

 


 

Die Mutter trägt im Leibe das Kind drei Vierteljahr;
die Mutter trägt auf Armen das Kind,weils schwach noch war;
Die Mutter trägt im Herzen die Kinder immerdar.

(Friedrich von Logau)

 


Hast du die Mutter gesehen,
wenn sie süßen Schlummer
dem Liebling kauft mit eigenem Schlaf
und für das Träumende sorgt,
mit dem eigenen Leben
ernährt die zitternde Flamme
und mit Sorge selbst
sich für die Sorge belohnt?

(Friedrich von Schiller)


 


Mutter, schallt es immerfort
und fast ohne Pause.
Mutter hier und Mutter dort
in dem ganzen Hause.
Überall zugleich zu sein,
ist ihr nicht gegeben.
Sonst wohl hätte sie, ich mein,
ein bequemes Leben.
Jedes ruft, und auf der Stell'
will sein Recht es kriegen.
Und sie kann doch nicht so schnell
wie die Schwalben fliegen!
Ich fürwahr bewundre sie,
daß sie noch kann lachen.
Was allein hat sie für Müh',
alle satt zu machen!
Kann nicht einen Augenblick
sich zu ruhn erlauben.
Und das hält sie gar für Glück!
Sollte man es glauben?

(Johannes Trojan)


 

Für meine Mutter:

Zum heutigen frohen Feste
wünsch ich von Herzen dir
das Schönste und das Beste
und deine Liebe mir.
Nimm meinen Wunsch
aus reinem Sinn
und treuer Liebe
freundlich hin!

(Volksgut)

 


O Du, die mir die Liebste war,
Du schläfst nun schon so manches Jahr.
So manches Jahr, da ich allein,
Du gutes Herz, gedenk ich Dein.
Gedenk ich Dein, von Nacht umhüllt,
so tritt zu mir Dein treues Bild.
Dein treues Bild, was ich auch tu,
es wirkt mir ab, es winkt mir zu.
Und scheint mein Wort Dir gar zu kühn,
nicht gut mein Tun,
Du hast mir einst so oft verziehen,
verzeih auch nun.

(Wilhelm Busch)

 

 

Muttertag
(Johann Wolfgang von Goethe)

Wenn ich mal ungeduldig werde,
denk ich an die Geduld der Erde,
die, wie man sagt, sich täglich dreht
und jährlich so wie jährlich geht.
Bin ich denn für was anderes da? -
Ich folge der lieben Frau Mama.


Muttertag
(Friedl Hofbauer)

Liebe Mutter, in diesem
sind viele Grüße zum Muttertag.
Auch Blumen habe ich dir gebracht.
Das Bild da hab ich selbst gemacht.
Und alles zusammen soll dir sagen:
Ich hab dich lieb - auch an allen anderen Tagen.
Ich lieb' dich so fest
wie der Baum seine Äst',
wie der Himmel seine Stern'
so hab' ich dich gern.
Ich lernte ein Wünschlein,
das klang wohl recht gut,
von Segen, Gesundheit und fröhlichem Mut.
Doch hab' ich's vergessen.
So nimm eben hin
mein Herz, liebe Mutter,
das Wünschlein steckt drin.
Die Lieb' ist groß, die Gab' ist klein,
musst halt damit zufrieden sein!
Ich bin noch klein,
lieb Mütterlein,
und kann noch wenig sagen.
Ich liebe dich
herzinniglich
und will mich gut betragen.


Ich bin klein

Ich bin klein, mein Strauß ist groß
nimm mich schnell auf deinen Schoß!

(von Friedl Hofbauer)

 



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